Blogartikel schreiben - Workflow

[Blog-Workflow] Meine 4+1 Schritte zum fertigen Artikel

Blogartikel schreiben ist jetzt nichts Neues für mich, das mache ich inzwischen seit ein paar Jahren. Am Anfang habe ich einfach drauf los geschrieben und am Ende auf „veröffentlichen“ geklickt. Würde ich den Blog nur für mich schreiben, wäre das ok.

Aber immerhin steht das Ding im Internet, wo (theoretisch) jeder es lesen kann. Es wäre also gut möglich, dass noch andere Menschen lesen, was ich geschrieben habe. Deshalb ist es gut, dass ich inzwischen niemandem mehr meine „rohen“ Entwürfe antue.

Ich bin bei weitem kein professioneller Texteschreiber, aber mit der Zeit habe ich Manches gelesen, gelernt und ausprobiert. Deshalb gebe ich dir hier zwar nicht die ultimative Anleitung zum Schreiben eines Blogartikels aber meinen persönlichen Workflow, den ich mir angewöhnt habe und der mir hilft bessere Artikel zu schreiben.

Ich gehe jetzt mal davon aus, dass du das Thema deines Artikels schon kennst und das Keyword auch brav in die Überschrift(en) gepackt hast, denn um Suchmaschinenoptimierung und das Finden von Blogthemen soll es hier nicht gehen. Dazu mal an anderer Stelle mehr.

1. Rohfassung des Beitrags

Für den ein oder anderen ist das vielleicht der schwierigste Teil, den Anfang zu finden. Ich hab schon oft von der Angst vor dem leeren Blatt gelesen und bestimmt von tausend Techniken, wie man dagegen ankommt.

Die habe ich aber alle vergessen, weil ich das Problem noch nie hatte. Für die Rohfassung fange ich einfach an. Ich schreibe einfach runter, was mir zu dem Thema einfällt und wichtig erscheint. Dabei denke ich ganz selten mal über Formulierungen oder so nach. Das kommt später.

Gerade wenn es dir Schwierigkeiten bereitet anzufangen, ist es wichtig, dass du den Schreibfluss nicht unterbrichst. Mich stört das ehrlich gesagt nicht so sehr. Deshalb recherchiere ich während der Rohfassung auch schonmal noch ein paar Infos zum Artikel.

Dabei vergeht die Zeit meistens wie im Flug. Wenn ich plötzlich am Ende des Artikel ankomme, bin ich überrascht wie spät es schon ist und wie viele Worte ich zu Papier (oder zu Bildschirm) gebracht habe.

Jetzt bin ich vorerst fertig mit dem Artikel. Es wird nicht mehr drauf geschaut, einfach speichern und weg damit.

Ich schreibe meine Artikel fast ausschließlich direkt in WordPress. Manche benutzen zum Schreiben ein externes Programm. Nimm das, was dir am besten liegt, würde ich sagen.

Wenn ich grade so richtig in Fahrt bin, fange ich im Anschluss auch schonmal den nächsten Artikel an. Das hängt aber von meiner Tagesform ab.

Ist dein Schreibmuskel noch nicht so sehr trainiert, kann es gut sein, dass dir mittendrin die Puste ausgeht. Passiert mir auch manchmal. Da stehe ich dann wie vor einer Wand und weiß nicht mehr weiter. Für mich bringt es nichts dann weiter zu machen. Da speichere ich halt ab, was ich habe und schreibe wann anders weiter.

Übrigens passiert mir das meistens dann, wenn ich während der Rohfassung schon zu viel über das, was ich da schreibe nachdenke.

2. Korrektur 1

Zwischen der Rohfassung und dem ersten Korrekturlauf lasse ich immer etwas Zeit vergehen. Es muss nicht unbedingt ein ganzer Tag dazwischen liegen, aber zumindest achte ich darauf, dass ich zwischenzeitlich etwas Anderes gemacht habe.

Während der ersten Korrektur kümmere ich mich vor allem darum meine Sätze und Absätze zu kürzen. Ich neige nämlich dazu sehr lange Sätze zu schreiben. Da wird aus etwas, das vorher ein Satz war, auch mal drei. Außerdem streiche ich überflüssige Worte raus und setze zusätzliche Absätze.

Schreib- und Tippfehler korrigiere ich sowieso immer, wenn ich sie sehe.

3. Artikelbild und Meta-Tags

Als nächstes suche ich mir ein passendes Titelbild und bringe das auf die richtige Größe für meine Webseite. Dabei erstelle ich auch gleich eine Version für Facebook. Auf die kommt meistens noch etwas Text, mein Logo und meine URL.

Außerdem schreibe ich den Meta-Title und die Meta-Description für Google und Facebook (bei Facebook nennt sich das OpenGraph Tags). Um diese Sachen eingeben zu können, brauchst du sehr wahrscheinlich ein SEO-Plugin.

Manchmal mache ich das alles auch vor der Korrektur, manchmal auch erst am Ende. Wie ich gerade lustig bin 😉

4. Links und Bilder einfügen, Korrektur 2

Auf jeden Fall nach der ersten Korrektur kommt der zweite Korrekturlauf (wer hätte das gedacht?).

Hier setze ich an passenden Stellen Bilder und Grafiken ein. Aber nur, wenn sie etwas zum Inhalt beitragen, nicht als reine Dekoration. Wenn ich Grafiken oder so erstellen muss, dann mache ich das auch jetzt.

Für gewöhnlich geht das recht einfach. Zur Aufbereitung von Bildern benutze ich Photoshop, für Grafiken nehme ich lieber Canva, das geht oft schneller. Du hast da bestimmt deine eigenen Favoriten, oder?

Außerdem verlinke ich, dort wo es passt, andere Blogartikel von mir. Eine ordentliche interne Verlinkung hilft nicht nur den Besuchern an zusätzliche Infos zu kommen, sondern gefällt auch den Suchmaschinen. Natürlich setze ich auch Links zu externen Seiten, wenn es passt.

Da ich meinen Text dafür sowieso noch einmal komplett lesen muss, mache ich während dieses Schritts auch gleich den zweiten Korrekturlauf mit. Es gibt immer noch irgendwo etwas, das ich übersehen habe oder noch besser formulieren könnte.

Wichtig ist, dass danach auch einfach mal Schluss mit Korrektur ist. Würde ich warten bis ein Artikel perfekt ist, hätte ich keinen einzigen im Blog…

4+1. Artikel promoten

So… Eigentlich war’s das, denn er Artikel ist fertig und kann veröffentlicht werden.

Du hast ja gesehen wie viel Arbeit in einem Beitrag steckt. Wäre schade, wenn den niemand liest, oder?

Natürlich könnte ich warten bis durch Zufall jemand drüber stolpert. Vielleicht findet auch Google irgendwann mal den Artikel und vielleicht steht der irgendwann mal für eine Suchanfrage auf der ersten Seite. Google ist aber manchmal echt eine faule Socke und lässt sich mit sowas verdammt viel Zeit.

Deshalb schicke ich meine neuen Artikel noch auf anderen Wegen nach Draußen.

Zuerst per Mail. Es gibt da draußen tatsächlich Menschen, die interessiert, was ich so schreibe. Dich ja scheinbar auch, sonst hättest du nicht bis hierhin gelesen, oder?

Na jedenfalls haben die sich in meineE-Mail Liste eingetragen, was mich jedes Mal total freut, und erfahren deshalb auch vor allen anderen von meinem neuen Beitrag.

Das heißt als nächstes geht es ab zum E-Mail Dienst und es wird eine neue Mail geschrieben und geplant. Meistens pack ich da auch noch ein paar zusätzliche Tipps rein. Es soll sich ja  lohnen auf der „VIP-Liste“ zu stehen. 😉

Danach geht’s zu Edgar, meinem Facebook Planungstool. Dort erstelle und plane ich dann drei unterschiedliche Facebook Posts, passend zum Blogartikel. Einer geht am Veröffentlichungstag raus, der zweite eine Woche danach, der dritte vier Wochen später.

Warum eigentlich drei Posts?

Naja… Facebook entscheidet ja quasi was für uns relevant ist und was nicht. Das heißt nur ein Bruchteil meiner Fans (klingt das seltsam… „Fans“ :-D) sieht den ersten Post. Es werden auch nicht alle den Link klicken, weil sie vielleicht grade keine Zeit haben oder den Inhalt nicht interessant finden. Deshalb schreibe ich auch unterschiedliche Posts mit verschiedenen Texten, damit möglichst die ganzen Unterthemen des Artikels abgedeckt sind.

Fazit

Wenn ich ganz ehrlich bin, dann habe ich diesen Artikel in erster Linie für mich selbst geschrieben. So habe ich einen Plan oder Leitfaden, an dem ich mich entlang hangeln kann. Dann verzettel ich mich auch nicht zwischendrin.

Deshalb lautet mein Fazit auch: Eine feste Routine spart Zeit und Arbeit beim Schreiben von Blogartikeln. Nimm dir von meiner, was dir gefällt.

Ich hoffe der Artikel ist auf die ein oder andere Art nützlich für dich. Super, dass du bis zum Ende gelesen hast (oder hast du etwa einen Teil übersprungen!?). Jeden falls habe ich den Artikel (und noch ein bisschen mehr) nochmal in einem praktischen PDF zusammengefasst, das du dir hier abholen kannst.

Viel Spaß damit!

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