SEO Erfolg messen – warum dir die großen Tools nichts nutzen

Hast du deine Webseite schonmal für Google und Co. optimiert? Wahrscheinlich schon.

Dann kennst du das Problem: Du optimierst hier, änderst ein paar Dinge dort. Aber du hast keine Ahnung ob das jetzt was gebracht hat.

Google wird es dir nicht sagen. Das musst du schon selbst rausfinden.

Jetzt gibt es natürlich einen gewaltigen Haufen Tools, Werkzeuge und Dienste, die dir allesamt versprechen, dir genau diese Frage zu beantworten.

Achtung Spoiler: Tun sie nicht. Jedenfalls nicht für dich oder mich.

Mit diesen Tools kannst du deinen SEO Erfolg nicht messen

Vorweg einmal zwei Arten von Tools, die dir nicht helfen werden.

Es gibt welche, die versuchen deiner Seite (und den Unterseiten) einen Wert zu verpassen. Dieser Wert soll zeigen wie „stark“ die Seite ist, wie viel Autorität sie hat. Steigt dieser Wert, hast du wohl etwas richtig gemacht.

Dann gibt es Dienste, die deiner Sichtbarkeit in der Suchmaschine einen Wert geben. Je höher, desto öfter und weiter oben taucht deine Seite bei Google auf. Hier wird mit einer großen Listen an Suchbegriffen und Kombinationen gearbeitet. Für diese fest definierten Begriffe werden regelmäßig die ersten 100 Treffer in Google überprüft. Abhängig davon wie oft nach dem jeweiligen Keyword gesucht wird und wie weit oben du stehst bekommst du Punkte. So sieht das dann aus:

SEO Erfolg mit einem Sichhtbarkeitswert messen

Klingt eigentlich ziemlich cool, oder?

Das Problem dabei ist, dass das für kleine Blogs und Webseiten einfach nicht funktioniert. Der Keyword-Katalog ist einfach zu unpräzise für Nischenthemen und hier zählen durchaus auch Seiten dazu, die du in deiner „Branche“ durchaus als groß bezeichnen würdest.

Für bekannte Marken und große Online-Shops funktioniert das. In den ganzen Fallstudien und Beispielen wirst du immer bekannte Namen finden.

Die Verkäufer werden dir sicher was Anderes erzählen, aber ich hab es selbst erlebt.

Zum Testen hatte ich mir für ein halbes Jahr so ein Tool abonniert und konnte schön jeden Sonntag sehen wie sich meine Sichtbarkeit bei Google entwickelt hat. Sie schwankte immer ein wenig, tendenziell ging es aber nach oben.

Dann nahm Google (mal wieder) eine etwas größere Anpassungen am Algorithmus vor, der die Platzierungen in den Suchergebnissen berechnet. Dieses Google-Update ist übrigens unter dem Namen „Fred“ bekannt geworden (was eigentlich nur ein Scherz eines Google-Mitarbeiters war).

Jedenfalls hat Fred mich voll erwischt. Dachte ich jedenfalls.

Meine Sichtbarkeitswerte gingen nach unten, nicht auf Null aber deutlich. Auch ein paar Wochen später kam ich einfach nicht mehr auf den alten Stand.

Ich war frustriert. Die ganze Arbeit für die Katz? Hätte ich irgendwelche dubiosen Techniken benutzt, hätte ich das ja noch irgendwie nachvollziehen können, aber so?

Zum Glück hab ich mich nicht nur auf dieses eine Tool verlassen. Ein Blick auf die Besucherzahlen meiner Seite ließ mich schon staunen.

SEO Erfolg mit Besucherzahlen messen

Die Menge an Besuchern, die über Google reinkamen, war von Fred nämlich überhaupt nicht beeindruckt. Ich bilde mir sogar ein, dass es ein paar Wochen danach sogar einen Anstieg gab.

So messe ich den Erfolg meiner SEO Maßnahmen

Du kannst dir sicher denken, dass ich mein Abo nicht verlängert habe 😉

Trotzdem will ich keinen kompletten Blindflug. Inzwischen verlasse ich mich hier vor allem auf zwei Dinge: Meine Besucherzahlen und die Rankings meiner eigenen Keywordliste.

Besucherzahlen messen

Die Besucher meiner Webseiten erfasse ich mit Piwik. Viele nutzen Google Analytics. Ich mag das nicht besonders. Klar ist es vielleicht das Tool, das mehr Funktionen bringt. Aber das hat ja schon bei der Sichtbarkeit nicht funktioniert.

Hauptsächlich finde ich den Datenschutz-Aspekt schwierig und zeitraubend, weil es dauernd neue Regelungen und Gesetze gibt. Piwik hoste ich selbst. Das ist viel unkomplizierter.

Keyword Rankings überwachen

Dafür habe ich sogar ein paar Möglichkeiten. Eine sehr günstige Variante ist die App SERPmojo. Hier ist die kostenlose Version schon sehr brauchbar. Ich empfehle aber die paar Euro einmalig zu investieren, wenn dir das Tool gefällt. Dadurch wird die Anwendung nicht nur einfacher, sondern du unterstützt auch den Entwickler und honorierst seine Arbeit.

Doof ist nur, dass man das Ding dann auf dem Handy oder Tablet hat und du keinen leistungsfähigen Server im Hintergrund hast, der die Daten sammelt. Das muss alles das Gerät machen, auf dem du die App installierst hast. Auch das Anlegen verschiedener Keywords finde ich auf dem Touchdisplay etwas fummelig.

Die Variante, die ich im Moment nutze ist der SERPWatcher. Den gibt es beim KWFinder mit dazu. Insgesamt ist das Paket für meinen Geschmack etwas zu teuer, auch wenn es wirklich gute Tools sind. Ob ich dabei bleibe werde ich sehen, wenn meine Subscription ausläuft.

Aber natürlich habe ich schon eine Alternative im Blick: Seobility. Ein umfangreiches SEO-Tool, das neben dem Keyword-Tracking sehr umfangreiche Analysen verschiedener SEO-Faktoren für deine Webseite bietet. Wenn du das nutzen kannst und willst, ist das ein gutes Angebot.

Es gibt natürlich noch einen Haufen anderer Tools, die das Gleiche tun. Wenn bei meinen Vorschlägen also nichts für dich dabei ist, findest du sicher schnell was Passendes für dich.

Fazit

Du siehst, es gibt sehr einfache Wege den Erfolg deiner SEO-Maßnahmen zu messen. Auch wenn du natürlich nicht (direkt) siehst welche sich wie genau ausgewirkt hat. Das können aber die großen Tools auch nicht leisten.

Im Bereich SEO gibt es nur Werkzeuge, die Daten liefern. Die Schlüsse daraus musst du selbst ziehen.

Meine Methode, die ich dir hier gezeigt habe, ist recht simpel. SEO-Profis werden sich vielleicht die Haare raufen, denn es gibt noch tausend weitere Faktoren und Werte, die relevant sind oder sein könnten.

Ich will hier auch nicht den ultimativen Guide zum Messen deines Erfolgs bei Google liefern, sondern eine einfache, unkomplizierte Methode, die dir gute Anhaltspunkte liefert.

Vielleicht hast du noch ein gutes Tool auf Lager? Oder einen Tipp? Schreib‘ mir einfach einen Kommentar, ich freue mich.

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