SEO für Unternehmen

Unternehmens-Webseite: Warum es nicht reicht nur eine zu haben

Dass man als Unternehmen eine Webseite haben sollte hat sich mittlerweile rumgesprochen, Das ist gut, denn so eine Webseite kann viele Dinge sehr viel einfacher machen. Ich sage „kann“ und das nicht grundlos. Die Zeit in der es mit dem „Haben“ einer Internetseite auch schon gut war ist lange vorbei. Leider gibt es immer noch viele Seiten, die ansonsten kaum Mehrwert bieten, weder für den Betreiber noch für den Besucher.

Ich will dich jetzt nicht mit Zahlen und Studien langweilen. Stattdessen überleg mal, wann du zuletzt, als du etwas gesucht oder gebraucht hast, zum Telefonbuch oder den gelben Seiten gegriffen hast.

Erinnerst du dich noch? Ich weiß es nicht mehr…

Es wird online gesucht, alles. Mit der lokalen Suche macht es uns Google auch kinderleicht etwas Passendes in unserer Nähe zu finden. Stellt sich die Frage, woher Google das eigentlich alles weiß.

So indexiert Google eine Webseite

Dafür ist der Google-Bot zuständig, ein „Computer“, der den ganzen Tag das Internet durchstreift. Der sucht einerseits nach neuen Seiten, andererseits besucht er aber auch Seiten, die er schon kennt, um zu schauen, ob sich dort etwas verändert hat.

Dabei liest er den gesamten Text auf der Webseite und versucht daraus abzuleiten, worum es auf der Seite eigentlich geht, damit er weiß auf welche Suchanfragen diese Seite eine Antwort liefern kann. Hier werden manche Bereiche stärker, andere schwächer gewichtet.

Das Copyright in der Fußzeile etwa kann ihm herzlich egal sein. Eine große, fette Überschrift dagegen sagt dagegen sehr deutlich worum es hier geht. Das heißt jetzt aber nicht, dass du deine Überschriften besonders groß machen sollst.

Diese Gewichtung nimmt der Google-Bot nämlich anhand der verwendeten HTML-Tags (keine Panik, ich erkläre das gleich total verständlich), bei Überschriften sind das <H1> bis <H6>, vor und nicht anhand der optischen Größe. Diese Tags siehst du auf der Seite erstmal nicht, sie stecken aber im Code.

Stell dir die Tags vor wie Ortsschilder, der Google-Bot ist das Auto und fährt quer durch ein Land (deine Webseite). Am Eingang jedes Ortes steht ein großes, gelbes Schild auf dem steht der Name. In unserem Fall heißt der Ort „Überschrift 1“. Der Bot fährt durch die Straßen an den Häusern vorbei, das ist der Inhalt, sprich die Worte und Buchstaben. Am Ortsausgang steht wieder ein großes, gelbes Schild, auf dem der Ortsname durchgestrichen ist.

Die Tags markieren also wo die Überschrift anfängt und wo sie aufhört, im Code sähe das so aus <h1> Hier steht die Überschrift </h1>. Der Schrägstrich markiert immer das Ende, wie bei den Ortsschildern. Am Ortsausgang ist ein dicker Querstrich zu sehen. Mehr musst du über Tags gar nicht wissen.

Deshalb ist eine suchmaschinenoptimierte Struktur für deine Webseite wichtig

<H1> ist das stärkste Tag für Überschriften. Jetzt stellt dir mal vor, du bist Dachdecker und schreibst dann als erste Überschrift auf der Startseite, schön groß, etwas wie „Herzlich willkommen auf meiner Webseite“.

Da weiß sowohl der Google-Bot, als auch jeder menschliche Besucher sofort bescheid. Hier geht es um herzliche Webseiten.

Ähm., ja…

Wohl eher nicht, aber du siehst worauf ich hinaus will, oder?

Solche Tags gibt es übrigens für alles Mögliche, mit <strong> kennzeichne ich meist wichtige Inhalte im Fließtext, die dann in der Regel auch fett dargestellt werden. Es gibt ein Tag für die Navigation, für den Hauptinhalt, für die Fußzeile und so weiter und so fort.

Sorg dafür, dass auch überall das drin steht, was reingehört. Dann versteht auch der Bot um was es geht und kann deine Seite bei passenden Suchanfragen auch anzeigen. Gerade bei kleinen und mittelständischen Unternehmen braucht es oft gar keine ausgefeilten SEO-Tricks, da reicht schon eine vernünftige Seitenstruktur um gefunden zu werden. Übrigens halte ich generell nicht so viel von dubiosen Tricksereien, die mich bei Google nach vorne bringen. Ich bin eher ein Freund von nachhaltiger Suchmaschinenoptimierung.

In der Regel weiß dein Webdesigner das und macht das sowieso richtig. Ist deine Seite sehr alt, könnte es sein, dass das nicht einwandfrei ist. Hast du deine Seite selbst (zum Beispiel mit WordPress) erstellt, steht normalerweise der Titel der jeweiligen Seite in der H1-Überschrift. Wenn du das genau prüfen willst, meld dich zum Webseiten Fitness Check an, dort zeige ich dir kostenlos wie du das rausfindest.

So wirst du gefunden

Ok, das klingt jetzt sehr einfach. Ich schreibe in meine Überschrift einfach „Dachdecker“ und wenn jemand einen Dachdecker sucht, dann erscheint meine Seite gleich ganz oben.

Ganz so einfach geht es leider nicht. Es gibt über hundert Faktoren, die Einfluss darauf haben, wo eine Seite in den Suchergebnissen erscheint. Außerdem bist du ja nicht die einzige Dachdeckerei auf der Welt.

Deshalb ist es auch wichtig deinen Besuchern Informationen in Form von Texten und Bildern anzubieten, je hilfreicher, desto besser. Das gefällt deinen Besuchern und auch dem Google-Bot.

Überleg dir also, was deine Themen sind und leg für jedes Thema eine Unterseite an. Um einmal bei unserem Beispiel von eben zu bleiben.

Das Hauptthema kommt natürlich auf die Startseite und wäre hier „Dachdecker“ oder „Dachdeckerei“. Daneben bist du auf Dachbegrünung spezialisiert, dafür gibt es dann eine eigene Unterseite. Dann kommt Photovoltaik, Wasserableitung, Gaubenbau und so weiter. Hier lohnt es sich auch immer auf dem neuesten Stand der Technik zu bleiben, denn Trends können sich zu einem echten Besuchermagnet entwickeln.

Mach dir  Gedanken, wonach potentielle Kunden suchen. Da spricht nicht jeder von Wasserableitung. Der eine sagt Regenrinne, der andere fragt , was er tun kann, wenn sich das Wasser auf dem Dach staut oder es rein regnet. Liefer Anworten auf die Fragen und Probleme potentieller Kunden.

Und damit wären wir eigentlich schon beim dritten Punkt. Lass deine Webseite für dich arbeiten.

Zeit und kosten sparen mit deiner Webseite

Sind deine Inhalte gut, schafft deine Webseite nach und nach neue Kunden ran. Das geht nicht von heute auf morgen. Für den schnellen Erfolg ist das nicht gedacht, sondern eine langfristige und nachhaltige Investition. Im Vergleich zu klassischer Werbung sind die Kosten für eine Webseite aber ein Witz.

Es gibt aber noch weitere Aspekte, wie deine Webseite dir zuarbeiten kann. Du gehst ja sowieso auf die Fragen und Probleme deiner Kunden ausführlich ein. So kannst die häufigsten gleich beantworten und hast weniger Rückfragen.

Gleichzeitig untermauerst du deinen Status als Experte. Auch wenn du hier nur das kleine „Dachdecker-Einmaleins“ aufsagst, deine Kunden haben davon keine Ahnung.

Ein letzter Punkt betrifft Kontakt und Abwicklung. Das beste Beispiel sind hier natürlich Online-Shops. Da geht alles automatisch. Der Kunde gibt seine Bestellung auf und bei dir läuft dann die Rechnung und der Versandaufkleber aus dem Drucker. Du musst das Ding nur noch einpacken und zukleben. Cool, oder?

Natürlich gibt es noch mehr Möglichkeiten. Das hängt von der Branche ab. So kannst du beispielsweise die Terminvergabe automatisieren. Du gibst verfügbare Termine frei und deine Kunden tragen sich für einen ein.

Oder, um den Dachdecker nochmal zu bemühen, du arbeitest mit einem erweiterten Kontaktformular. Anstatt einfach nur Felder für Name, Telefon und Nachricht zu erstellen, fragst du gleich die Dinge ab, die du wissen musst, um dem Kunden ein verbindliches Angebot zu machen.

Ich kenn‘ mich jetzt nicht wirklich aus, aber zum Beispiel könnte das die Fläche des Daches sein. Ist es ein Flachdach? Gibt es Gauben? Wie alt ist das Haus?

So wird der Prozess von der Anfrage zum fertigen Angebot deutlich verkürzt, weil nicht tage- oder wochenlang Mails hin und her geschickt werde müssen.

Du verstehst?

Die Möglichkeiten sind hier unbegrenzt. Meist kommt man gar nicht von alleine drauf. Deshalb solltest du auch diese Abläufe mit deinem Webdesigner besprechen und schauen ob Potential ungenutzt bleibt.

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